Ambulanter Fischhändler ließ seine 10 Kinder studieren

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hjh
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Ambulanter Fischhändler ließ seine 10 Kinder studieren

Beitrag von hjh » 11.07.2012, 16:43

Das Bildungsniveau der azorianischen Bevölkerung ist nicht besonders hoch. Unter den Älteren gibt es immer noch viele Analphabeten. Und gerade diese Woche wurde bekannt, das bei einem landesweiten Vergleich azorianische Schulen in Mathematik mit am Schlechtesten abschnitten. So sei hier aber ein leuchtendes Beispiel hervorgehoben, von dem ich gestern in der Zeitung gelesen und das mich sehr erfreut,
Im armen Fischerstädtchen Rabo de Peixe lebte ein Mann namens Celesino Pacheco, der nun im Alter von 87 Jahren verstarb. Drei Jahre lang hatte er als Kind die Schule besuchen dürfen. Ambulanter Fischhändler wurde er, fuhr mit seinem Töf-Töf in die Dörfer und verkaufte dort seine Fische. Zehn Kinder hatte er mit seiner Frau und das Eheleben war glücklich. Er selbst wird als ehrlich und fleißig sowie als guter Ehemann und Vater beschrieben.
All seine Kraft und sein Vermögen legte er in die Erziehung und Ausbildung seiner Kinder. Alle ließ er nach ihren Möglichkeiten studieren. Und alle gingen einen guten Weg. Der Kreistag von Ribeira Grande ehrte ihn dafür nun posthum.
hjh

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