Eingespritzt von Kuhfladen und Schmutz

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hjh
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Eingespritzt von Kuhfladen und Schmutz

Beitrag von hjh » 07.11.2013, 10:32

Parallele landwirtschaftliche Wege gibt es auf den Azoren eigentlich nur an den Schnellstraßen. Die Kuhherden werden oft kürzere Strecken von einer Wiese zur andern über die Landstraße getrieben. Und auch die Traktoren nutzen diese Straßen. Jetzt im Herbst, wenn die Wiesen nass sind, verbleiben lange Schmutz- und Kuhfladenspuren auf der Fahrbahn. Warum nur habe ich vorher das Auto frisch gewaschen?
Da wäre es sinnvoll, wenn mittelfristig wenigstens an den Hauptstraßen seitliche Parallelwege angelegt würden. Dann bräuchten auch die Romeiros, die azorianischen Fastenpilgerer, sich nicht auf der Straße nassspritzen zu lassen. Und der geplante Romeiros-Wanderweg, der vielleicht doch noch eines Tages Wirklichkeit werden könnte, würde so erste Teilstrecken erhalten.
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antonsd
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Re: Eingespritzt von Kuhfladen und Schmutz

Beitrag von antonsd » 07.11.2013, 10:55

Hallo,
manchen kann man es einfach nicht recht machen. :shock:
Dann wasche dein Auto halt noch einmal. :mrgreen:
Grüße von Pico
anton
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hjh
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Re: Eingespritzt von Kuhfladen und Schmutz

Beitrag von hjh » 08.11.2013, 18:59

Es mag ja sein, dass man dies in Ost-Pico anders sieht. Dort gibt es ja auch keine Romeiros, die sich nass und schmutzig spritzen lassen müssen. In Deutschland sind parallele landwirtschaftliche Wege zumindest an den über Land führenden Hauptstraßen die Regel. Und auch auf den Azoren wären sie im Hinblick auf den starken über die Straßen führenden Rindviehauftrieb eine Notwendigkeit. Denn auch von Schmutz bespritzte Autoscheiben beeinträchtigen die Sicht.
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hjh
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Re: Eingespritzt von Kuhfladen und Schmutz

Beitrag von hjh » 19.01.2014, 11:01

Touristenattraktion? – Solche Rindviehcher!?
Heute lese ich, der Präsident des Landwirtschaftsverbandes betrachte die über die Landstraßen getriebenen Rinderherden als eine Touristenattraktion für die Azoren. Nach den Daten des Landwirtschaftsverbandes gibt es etwa 250.000 Stück Vieh auf den Azoren, von denen 120 000 auf der Insel São Miguel leben. Auf einen Sãomiguelenser kommt also knapp ein Stück Vieh.

Dass im vergangenen Jahr durch Tiere auf Landstraßen 48 Unfälle verursacht wurden, betrachtet der Präsident als einen zu vernachlässigenden Wert. Mir selbst hat eine Kuh auch schon einmal mit ihrem Bauch eine Delle ins Auto gedrückt.
Aber, so der Präsident, die Bauern hätten keine Alternative. Das stimmt. Und daher mein Vorschlag, an in dieser Hinsicht neuralgischen Straßenabschnitten dort, wo es möglich ist, Parallelwege anzulegen. Einige „Vacoducos“, Viehübergänge gibt es schon.

Ich selbst befahre häufig die Strecke Ponta Delgada – Candelária, eine von der Rindviehzucht geprägte Landschaft. Wie oft muss man da hinter Herden herfahren! Stellen sich vor, es ist ein Krankentransport oder die Feuerwehr! Gestern noch fuhr ein nicht zu überholender großer Traktor vor mir her. Er kam von einem nassen Acker und beglückte nun auf mehreren hundert Metern die Straße mit Erdklumpen.

Ob sich nun die Touristen an dieser Rindviehstraßen-Attraktion erfreuen, erscheint mir sehr fraglich.
hjh

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