Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

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Stephanie
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Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

Beitrag von Stephanie » 29.11.2018, 20:38

Liebes Forum,

mein Name ist Stephanie, ich bin 50 Jahre alt und ein Fan der Insel Pico und muss bis zum nächsten Flug zu meiner Trauminsel am 17. Juli 2019 irgendwie die ??? Tage rumkriegen. Was liegt da näher als nach Gleichgesinnten Ausschau zu halten und etwas zu plaudern?

Gleichzeitig möchte ich den residents auf Pico anbieten: wenn jemand etwas aus Deutschland braucht, was leicht ist, kann ich das gern mitbringen. Ich weiß von meinen Buchbestellungen wie teuer das Porto von Portugal ist und nehme an, umgekehrt ist es auch nicht gerade billig. Und Zeit genug zum Abholen wäre, denn wir sind 17 Tage da.

Freundliche Grüße
Stephanie

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Farbenzeit
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Re: Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

Beitrag von Farbenzeit » 29.11.2018, 22:33

Hallo und willkommen hier.
Magst Du noch ein bisschen berichten, wie es zu der Liebe kam und was Dich mit den Azoren,
speziell mit dieser Insel verbindet?
Ansonsten viel Spaß beim Austausch mit Gleichgesinnten :D .
"Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns;
wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist."

Heinrich von Kleist

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antonsd
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Re: Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

Beitrag von antonsd » 30.11.2018, 11:00

grüße und herzlich willkommen von der insel pico
Meine Homepage mit WebCam von Piedade/Pico.
http://www.holiday-on-pico.com
----- > Ich vermiete auch Ferienunterkünfte < -----

Stephanie
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Re: Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

Beitrag von Stephanie » 30.11.2018, 17:10

Nochmals hallo und vielen lieben Dank für die nette Begrüßung!

Mein Mann und ich haben uns über Lissabon, Madeira und São Miguel an Pico sozusagen "herangereist", 2019 fliegen wir dort jetzt das dritte Mal in Folge hin.

Mich hat es vor drei Jahren "erwischt", als wir am ersten Urlaubstag von Santa Cruz das Ribeiras mit den ersten Einkäufen zu unserem Ferienhaus am Ortsrand die Küste entlang gingen und auf einmal im Ozean etwas schwarzes springen sahen, was sich beim genaueren Hinsehen als Delphingruppe erwies. Mit dem bloßen Auge. Vom Land aus. Das war für mich, die im normalen Leben nicht einmal einen Hering live sieht, der totale Wahnsinn. Mit dem Fernglas konnten wir von der Terrasse aus dann sogar Wale sehen und zwar mehr oder weniger täglich. Einmal habe ich sogar einen Wal so halb mit dem Oberkörper aus dem Meer hopsen sehen. Und regelmäßig Delphingruppen mit zig Tieren, die vorbeizogen.

Ich habe täglich mehrere Stunden am Fernglas verbracht und Pottwalblas verfolgt, bis das Tier abtauchte und ich die Fluke sehen konnte. Das Wissen, das das da draußen ein meterlanger Meeressäuger ist, den ich so einfach gemütlich von der Terrasse aus verfolgen kann, fasziniert mich total. Immer noch. Und bei jedem Tier wieder.

Letztes Jahr hatte ich dann Glück und konnte ein gebrauchtes Spektiv von Zeiss erwerben, so dass ich dieses Jahr mit 20-60-facher Vergrößerung in optischer Topqualität meine Beobachtungen machen konnte. Das war einfach toll.

Und für 2019 habe ich jetzt auch noch eine passende Minikamera, mit der ich durch das Spektiv fotografieren kann und hoffe, dass mir dann sogar ein paar Fotos gelingen.

Wie schon diesen Sommer werden wir 2019 wieder in Terra do Pão wohnen, in einem ehemaligen Bauernhaus (ich mag diese schwarzen Steinhäuser) mit Panoramablick auf den Ozean und dem Pico quasi im Garten, denn außer den Delphinen und Walen liebe ich an Pico:

- die kleinen Fledermäuse (azoreanischen Abendsegler), die dort nicht nur abends regelmäßig rumflattern
- die Cagarros mit ihren typischen Lauten und zentimetergenauen Flugmanövern
- den Kontrast zwischen dem leuchtenden Hellgrün der Weinpflanzen und dem schwarzen Lavastein
- die piscinas naturais, von denen wir eins direkt vor Ort haben und zwar praktischerweise eins mit Leiter ins Wasser, so dass man nicht über die harten Steine humpeln muss
- den Berg Pico, der praktisch im Garten zu stehen scheint, den man Mal klar, Mal gar nicht sieht wegen der Wolken
- dass Pico zumindest in den Käffern außerhalb der Hauptorte praktisch untouristisch ist. Die Menschen begegnen einem freundlich, zurückhaltend, hilfsbereit und neugierig und wenn man jemanden wieder sieht, wird man gegrüßt. Vorausgesetzt man grüßt seinerseits, klar.

Natürlich finde ich den Ozean mit seinem tiefen Blau und seiner unendlichen Weite und Tiefe auch schon an sich faszinierend.
Aber als gebürtige Rheinländerin begegne ich auch einfach gern den ganz normalen Einheimischen und rede mit Fernanda, die den Minimercado betreibt, mit unserem lokalen Taxifahrer, Herrn Gomez, mit der Mitarbeiterin an der Touristinfo, mit dem Verkäufer bei Delícias da Maria oder einfach einer älteren Dame vor Ort.
Mein Portugiesisch ist noch nicht top, aber ich werde Jahr für Jahr besser und die Leute nehmen es meist sehr positiv auf, dass man ihre Sprache lernt und ich muss sagen, dass Sprachkenntnisse sehr nützlich sind, wenn man Bus fahren will oder jemanden etwas fragen.

Liebe Grüße und bis bald
Stephanie

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Farbenzeit
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Re: Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

Beitrag von Farbenzeit » 30.11.2018, 17:35

Na, das war doch mal eine Lobrede auf Pico!
Das hast Du ganz wunderbar beschrieben.
Aber uns geht's genauso, seit 2014 den Azoren und auch speziell der Insel mit dem wunderbaren Berg verfallen.
Wir haben uns jetzt ebenfalls wiederholt an der Südküste einquartiert, nach 2 anfänglichen Aufenthalten in Prainha.
Ein bisschen neidisch bin ich auf Deine Portugiesischkenntnisse, ich versuche noch angestrengt, die Basics zu erlernen.
Dann bin ich gespannt auf weiteren Austausch
(da fällt mir ein, dass ich mich mal dringend an meinen letzten Reisebericht setzen sollte...).
Ich freu mich auch schon auf's nächste Mal, im April ist es wieder soweit.
"Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns;
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Heinrich von Kleist

Stephanie
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Re: Picofan Stephanie möchte sich vorstellen

Beitrag von Stephanie » 02.12.2018, 18:23

Hallo und danke schön, Fahrenzeit,

April klingt nach Blauwalsaison? Das wird sicher wieder toll.
Dass Du die Sprache lernen willst, finde ich super und ich kann Dir sagen, das lohnt sich absolut. Und wenn Du denkst, Du packst das nie: dranbleiben und einfach weiterlernen, dann platzt ein Knoten nach dem anderen. Du scheinst ja auch eine recht kommunikative Person zu sein und so wirst Du genau wie ich all die kleinen Begegnungen lieben, die Dir die Sprache eröffnet. 2016 bin ich im Freibad in Santa Cruz das Ribeiras gewesen als neben mir eine ältere Dame ins Becken steigt, fröstelt und zu mir sagt:"Precisa-se de coragem". In Deutsch sinngemäß:"das kostet Überwindung." Wenn Du darauf lächeln kannst und portugiesisch antworten, dass Dich der Weg ins Wasser auch Minuten gekostet hat, dann strahlt sie dich an und ihr seid beide happy. Daher: nicht aufgeben, es zahlt sich 1000fach aus.

Liebe Grüße
Stephanie

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