3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenproplem

Für alle die mit dem Gedanken spielen auf die Azoren auszuwandern. Sie suchen Kontakte zu deutschpsrachigen Residenten? Sie benötigen Hilfe mit Ämtern und Behörden? Wo bekommt man welche Produkte? Was ist auf den Azoren zu beachten?
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Geht Ihnen das auch so? Keine Zustellung an der Haustür.

JA, wohne an der Straße, niemand klopft.
0
Keine Stimmen
Nein, wohne an der Straße, bei mir wird alles zugestellt
1
33%
Ja, wohne auch etwas abseits, nix wird zugestellt
2
67%
Nein, wohne auch etwas abseits, alles wird an der HAUSTÜR zugestellt!
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 3

Struffel20357
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3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenproplem

Beitrag von Struffel20357 » 26.01.2016, 05:34

Ich kann regelmäßig auf die Palme gehen. Ein Leben auf den Azoren ist unmöglich, wenn man auf Waren angewiesen ist, die man nicht hier kaufen kann:

Aktuelles Beispiel: (Routing von unten nach oben lesen)

Number: RI750394477CN
Package Status: Undelivered
Destination Country: Portugal
2016-01-25 15:45 9950 - MADALENA (PICO), Delivery failure, Addressee not at address indicated; Addressee's office close, Addressee contacted - awaiting reply MADALENA (PICO)
2016-01-25 13:58 9950 - MADALENA (PICO), In distribution
2016-01-20 18:43 9900 HORTA, National dispatch
2016-01-05 22:32 LISBOA, International reception
2015-12-24 15:08 GUANGZHOU, International dispatch
2015-12-24 09:37 GUANGZHOU, International dispatch
2015-12-23 14:52 Non-defined location, Acceptance by the Post Services
Origin Country: China

Es ist IMMER das gleiche!

Ich WAR um 15:45 zu Hause!

Das Problem ist, das man sich jedes mal weigert die 65 m zu meinem Haus zu laufen. Man bleibt an der Straße stehen und trötet leise. Das KANN ich nicht hören, wenn das TV an ist. Dazu trötet es 10 x täglich an der Straße, da dort ein Engpass ist. Ich bin außer mir vor Wut! Mir wird das Leben so völlig unmöglich gemacht. Ich bin nicht bereit das zu akzeptieren. Beschwerden bei der Post bleiben ungehört.

Weshalb alle Pakete immer erst 15 Tage in Lisabon liegen bleiben und dann nochmal 5 Tage auf der Nachbarinsel kann ich nicht sagen und ist ein Skandal!

Wolfgang
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Re: 3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenpropl

Beitrag von Wolfgang » 28.01.2016, 00:53

Die Laufzeit für DHL Pakete ist unergründlich ! Paket aus Österreich war in 1 Woche da(Sao Miguel) und aus D 2 -3 Wochen
Ja, da wäre noch viel zu verbessern

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hjh
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Re: 3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenpropl

Beitrag von hjh » 28.01.2016, 08:59

Lieber Wolfgang,
Deine Erfahrungen habe ich auch gemacht. Selbst wenn man einkalkuliert, das die Insellage Verzögerungen mit sich bringt.
Vor etwa zehn Jahren las ich, dass der Correio auf dem Weg sei, zu den besten Postfirmen Europas zu werden. Soll ich lachen oder weinen?
Hier kurz einige Beispiele:

• Samstags wird keine Post zugestellt. In Deutschland ist es ähnlich: Montags kommt nur persönliche Briefpost. Noch akzeptabel.

• Bezieht man die örtliche Zeitung per Post: Die Freitagsausgabe erhält man in solchen Fällen erst montags.

• Briefkästen werden wohl nur nach Bedarf geleert. Das kann schon fünf bis sechs Tage dauern.

• Erhält man aus Deutschland eine Tageszeitung zugestellt, beträgt deren Laufzeit zwischen 3 und 14 Tagen. Besser im Internet lesen.

• Vor einigen Jahren hatte ich von Deutschland aus einen Brief an einen Empfänger in meinem Ort geschickt. Name und Straße (etwa 20 Häuser) waren korrekt und der Empfänger wohnte seit undenklichen Zeiten dort. Aber ich wusste nicht die Hausnummer. So ging der Brief an mich nach Deutschland als unzustellbar zurück. Bei meiner nächsten Reise auf die Azoren habe ich ihn dann persönlich abgegeben.

• In Deutschland werden die ländlichen Sendungen mit einem PKW Kombi zugestellt. Das verlangen schon die vielen Pakete der Internet-Einkäufe. Auf den Azoren aber hat der Postbote nur einen Kasten auf seinem Motorrad. Das muss für die Zustellung in einer großen Gemeinde (in meinem Falle über tausend Einwohner) durchaus reichen.

• Sendungen, die nicht in den eigenen Briefkasten passen: 50 m vom Briefkasten zu meinem Haus sind auch hier unzumutbar. Der Postbote
wirft einen Benachrichtigungszettel in den Briefkasten. Darauf schreibt er die Uhrzeit und „nicht angetroffen“, obwohl man zu Hause war. Man muss dann zum RIAC-Büro im Nachbarort fahren, warten, bis die Schlange vor einem bedient wurde, und erhält dann seine Sendung.

• In der RIAC-Behörde hat man keine Briefmarken, sondern nur ein Gebührenzettelchen zum Aufkleben. Dabei wären die schönen Azorenbriefmarken, die alljährlich in einer Sonderserie erscheinen, gewiss eine gute Werbung für die Azoren.

• Früher stand auf den Briefmarken der Cent-Betrag. Da aber das Porto, wie derzeit in Deutschland, alljährlich angehoben wurde, ist jetzt
das g-Gewicht aufgedruckt, kein Preis.

• Kürzlich wollte ich in der Hauptpost in Ponta Delgada azorianische Sondermarken kaufen. Man hatte sie auch. Aber zuerst musste ich eine Senha ziehen, ein Nummernzettelchen zur Festlegung der Bedienungsreihenfolge. An sich eine praktische, in Portugal eine gängige Einrichtung. Im Postamt war die übliche Zahl von Postkunden anwesend. Und auch fast alle Schalter waren besetzt. Dennoch dauerte es für mich geschlagene 25 Minuten, bis ich an die Reihe kam. Ich weiß nicht, ob vor mir nur Kunden mit schwierigen und langanhaltenden Anliegen bedient wurden.

Lieber Correio, sieh doch bitte zu, dass Du kundenfreundlicher und gewissenhafter wirst! Liebe Azorianer, ich verstehe nicht, dass Ihr diesen postalischen Kundendienst so geduldsam hinnehmt!
hjh

lava
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Re: 3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenpropl

Beitrag von lava » 28.01.2016, 13:05

Hallo,
auch ich kann von einigen negativen Posterfahrungen berichten.
Will hier aber auch etwas Positives sagen. Ich hatte an Freunde auf Sao Miguel ein Weihnachtspaket gesendet, an einen kleinen Ortsnamen den es auf jeder Insel gibt. Ich habe dann in der Eile vergessen die Insel draufzuschreiben (also nur Name, Straße, Ort und Azoren, Portugal) , das Paket kam tatsächlich an!! Da war ich sehr überrascht.
Gruß, Lava

Struffel20357
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Re: 3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenpropl

Beitrag von Struffel20357 » 28.01.2016, 15:06

Ich hatte sogar mal einen Brief aus England, der AM NÄCHSTEN TAG da war, wie das ging ist mir ein Rätsel.

Hat vieleicht wer einen Tipp wie ich kostengünstig eine "Türklingel" an der Lavasteinmauer an der Straße bzw an der darauf stehenden Microwelle, die (unangeschlossen natürlich) als Briefkasten dient, anbringe um endlich Ruhe zu haben?

Problem: Leise elektronische Schellen funktionieren nicht, da man die beim Fernsehen überhört. Das einzige was helfen würde ist so ein lautes mechanisches Schellen wie früher.

Wolfgang
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Re: 3700 km Postzustellung "kein Problem" - 65 m Riesenpropl

Beitrag von Wolfgang » 29.01.2016, 01:36

"Leise elektronische Schellen funktionieren nicht"
Eine große Kuhglocke aus der Schweiz könnte helfen !
Mein Vorschlag wie in Paraguay, da klatscht man am Eingangstor mit den Händen und dann rennen alle Nachbarn raus....grins

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