Firmengründung

Für alle die mit dem Gedanken spielen auf die Azoren auszuwandern. Sie suchen Kontakte zu deutschpsrachigen Residenten? Sie benötigen Hilfe mit Ämtern und Behörden? Wo bekommt man welche Produkte? Was ist auf den Azoren zu beachten?
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Riesenkraus
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Firmengründung

Beitrag von Riesenkraus » 03.10.2006, 15:25

Hallo liebe Auswanderer,

auch wir (Dagmar und Karlfried aus Friedberg/Hessen) beabsichtigen in hoffentlich baldiger Zukunft auf die Azoren auszuwandern.

Nachdem wir in den letzten 10 Jahren fast alle Inseln besucht haben, wird es wohl eine der Inseln der Zentralgruppe (Sao Jorge oder Pico) werden. Zur Vorbereitung haben wir uns auch schon Grundkenntnisse der portugiesischen Sprache angeeignet.

Um eine Lebensgrundlage zu haben, möchten wir zum 1. Januar 2007 eine Import- / Exportfirma für azoreanische Güter gründen. Die Firma wollen wir zunächst noch von Deutschland aus und später vom zukünftigen Domizil aus betreiben. Nach Deutschland importieren würden wir gerne Weine von Pico und Graciosa, Tee von Sao Miguel, evtl. Käse von Sao Jorge und Handarbeiten.

Bisher haben wir auf unsere englischsprachigen (portugiesisch ist noch nicht so gut) Anfragen per Email leider keine Antworten erhalten. Deshalb unsere Frage, ob uns jemand bei der Herstellung der notwendigen Kontakte zu den Firmen vor Ort behilflich sein kann.

Für Anregungen jeder Art wären wir sehr dankbar.

Dagmar und Karlfried

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Roman
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Beitrag von Roman » 25.10.2006, 12:08

Servus.

ohne eurem Vorhaben einen Dämpfer zu versetzen: denkt doch auch bitte in jedem Fall daran, wie hoch etwaige Gewinnspannen sind und mit welchen Mengen ihr rechnen könnt. Ein paar Gedanken:

-Eine Teepackung kostet typischerweise im Supermarkt vor Ort 3 Euro oder ein paar Cent mehr. Bei der relativ geringen Menge die ihr selbst bei Exklusivvertretung für D zB bekommen würdet wäre die Spanne recht gering, denn ihr müßt das ganze auch verschicken. Und niemand zahlt mehr als 5 EUR pro Pack wenn er es doch auch direkt bestellen kann für das Geld. Alle mir bekannten Quellen/Ex-/Importeure für Azorentee haben das nach überschaubar kurzer Zeit wieder aufgegeben.

-Nicht alle Weine vor Ort sind auch Weine in der EU. Da sind die Richtlinien recht streng und einige Weine dürfen daher garnicht exportiert werden, da Sie nach EU-Vorgaben eigentlich gar kein Wein sind. Da ihr vermutlich nicht kleinpakete mit 6 Flaschen einzeln verschicken wollt sondern das ganze in Palettengröße in einem Containerplatz unterbringen müßt benötigt ihr ein zweites Standbein/Vertrieb mit Platz und Abwicklung in D direkt um vermutlich wirtschaftlich arbeiten zu können. Und das kostet auch wieder.

-auch den lebensmittelgerechten Transport von Käse kann ich mir nicht so einfach vorstellen. Wenn ihr inzwischen schon ausreichend oft vor Ort ward dann wißt ihr ja um die manchmal etwas schwierigen Wege ans Ziel. Das ist beim Warentransport nicht viel anders.

In jedem Fall kann ich euch nur zu einer sehr kritischen Wirtschaftlichkeitsrechnung raten, bevor ihr euch von diesem Einkommensbereich zu sehr abhängig machen wollt.

Gruß, Roman.

Riesenkraus
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Beitrag von Riesenkraus » 05.11.2006, 15:42

Hallo Roman,

vielen Dank für die kritischen Anmerkungen und Warnungen.
Da wir Erfahrungen mit den Abläufen auf den Inseln haben und auch schon früher eine Im-/Exportfirma (allerdings mit Asien) hatten, wissen wir, dass das alles nicht so einfach ist, wie es idealerweise sein sollte. Aber wir lassen nicht locker und uns vor allem nicht entmutigen. Dass wir nicht gleich von unseren Bemühungen leben können, ist uns klar. Wir werden auf jeden Fall zunächst unsere Jobs behalten, aber wir wollen an unserem zweiten Standbein dran bleiben...

Einen ersten Erfolg haben wir in der Zwischenzeit erzielt. Wir haben Kontakt nach Pico und hoffen, dass wir noch in diesem Jahr unsere erste Weinlieferung erhalten werden. Auch bezüglich der EU-Vorgaben zum Import von Azorenwein, haben wir uns informiert. Danke nochmals für den Hinweis.

Gibt es unter den Auswanderern Leute, die etwas aus ihrer alten Heimat vermissen? Unsere Firma soll schließlich auch exportieren. Wünsche und Anregungen aller Art, nehmen wir gerne entgegen.

Wenn es neue Entwicklungen gibt, melden wir uns wieder.

Bis dahin - viele Grüße

Dagmar und Karlfried









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Billa
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vermissen wir was?

Beitrag von Billa » 30.12.2006, 01:19

Hallo, Ihr Beiden --
klar gibt es Dinge, die hiesige Residenten vermissen -- z.B. gute Gewürze, eine Palette von Käsesorten, Salami, Schinken, Merretich usw. -auch verschiedene Ersatzteile - z.B. Staubsaugerbeutel, Staubsaugerfilter --klar kann man ohne diese Sachen leben, aber wenn Ihr schon fragst ...
jetzt an Weihnachten hätte ich gerne erschwingliche Nüsse gekauft, Marzipanrohmasse, Backuntensilien ....
Wir leben auf Graciosa -- das Versorgerschiff landet bei Sturm nicht an --- und außerdem hat es eben diese Dinge nicht dabei, auch wenn es anlandet.
Auf Graciosa gibt es übrigens nur einen Händler, der Pfeifentabak hat. Seit Wochen ist er entweder nicht da oder er hat keinen Tabek oder beides nicht - weder da noch Tabak ....
Ideen und Bedürfnisse gibt es viele --
Gruß von Billa
wo kämen wir hin,
wenn alle sagten - wo kämen wir hin -
und keiner ginge, um zu schauen,
wohin man käme, wenn man ginge.
(Kurt Marti)

Riesenkraus
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Wir liefern (fast) alles ...

Beitrag von Riesenkraus » 30.12.2006, 17:16

Hallo Billa

schön zu hören, was Euch alles fehlt :D ...

Bei unseren Besuchen haben wir auch schon gemerkt, dass so manches nicht zu bekommen ist. Insbesondere die geringe Auswahl bei den Gewürzen ist uns aufgefallen – ausgerechnet in einer Region, wo Gewürzpflanzen doch auch gut gedeihen würden hinsichtlich Klima usw.

Um unsere Firma, die wir übrigens zum 1. Januar 2007 offiziell angemeldet haben, aufzubauen, freuen wir uns über jede Anfrage und jeden Kontakt. Heute haben wir unsere erste Wein-Lieferung von Pico bekommen und jetzt noch Eure Anfrage – was für ein Tag.

Gerne besorgen wir Euch die Dinge, die Du genannt hast. Aus lebensmittelrechtlichen Gründen (weil unterwegs keine Kühlung erfolgt) können wir jedoch keinen Käse liefern und Salami nur jeweils eine ganze (eingeschweißt) verschicken. Was die Staubsaugerbeutel, die Gewürze, Backutensilien usw. betrifft, müsstest Du uns die genaue Art/Modell und die gewünschte Menge mitteilen. Genauso ist es mit dem Tabak. Wir haben hier bei uns in Friedberg Kontakt zu einem Tabakhändler und ich denke es wäre kein Problem Euch den gewünschten Tabak zu schicken. Was hierbei natürlich zu bedenken ist: Tabak ist in Deutschland inzwischen richtig teuer. Mit Pfeifentabak kenne ich mich (noch) nicht aus, aber ein Päckchen Zigaretten kostet zur Zeit 4 Euro...

Die Frachtkosten mit der Deutschen Post / DHL betragen für ein Paket
bis 5 kg – 15,97 EUR, bis 10 kg – 21,97 EUR und bis 20 kg – 27,97 EUR. Die Laufzeit beträgt 6 – 9 Tage. (Vielleicht wird sich später eine günstigere Möglichkeit ergeben, aber das können wir derzeit noch nicht sagen.)

Und dann wollen/müssen wir ja auch noch einen "Riesengewinn" dabei machen, damit unsere Firma wenigstens annähernd rentabel funktioniert.

Wenn Du uns mitteilst, was genau Du haben willst, werden wir zunächst die Kosten zusammenstellen und Dir sozusagen ein Angebot schicken. Dann kannst Du offiziell bestellen oder - wenn es zu teuer wäre - halt auch nicht. Wenn noch andere Leute Interesse hätten, könntet Ihr vielleicht auch eine "Sammelbestellung" aufgeben, um damit die Frachtkosten zu reduzieren.

Wir wünschen Euch ein glückliches und gesundes neues Jahr 2007

Dagmar und Karlfried

Ãœbrigens heißt unsere Firma Compiri
Die Internetseite www.compiri.de ist noch nicht fertig, aber wir arbeiten daran.

klee
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Kima

Beitrag von klee » 02.01.2007, 12:56

Hallo Dagmar und Karlfried!

ihr habt sicher den anderen Forumseintrag gesehen, in dem klar wird, dass es in Deutschland Bedarf an Kima-Limo gibt? Zumindest bei denen, die es auf den Azoren probieren durften.

Schöne Grüße
Elke

Riesenkraus
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Beitrag von Riesenkraus » 04.01.2007, 08:45

Hallo Elke,

natürlich haben wir die Forumsbeiträge zur Kima-Limo gelesen, uns bisher aber noch nicht weiter damit befasst. Bei nur wenigen Interessenten und einer entsprechend niedrigen Bestellmenge würden die Frachtkosten sehr hoch ausfallen und die Limo würde extrem teuer werden. Damit sich das Unternehmen lohnen würde, müssten wir ganze Lastzüge bestellen...
Sollte sich jedoch eine größere Fangemeinde für Kima-Limo zusammenfinden, sind wir gerne bereit die Sache anzugehen.

Viele Grüße
Dagmar und Karlfried

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