Abzocke bei Ferienhausportalen

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hjh
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Abzocke bei Ferienhausportalen

Beitrag von hjh » 29.08.2016, 16:39

Liebe zukünftige Azorengäste,
vielleicht sind Sie gerade dabei, für Ihre geplante Azorenreise im Internet nach einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung zu suchen.
Es tummeln sich dort eine Reihe von Ferienhausportalen, kleine und große.

Bitte beachten Sie dabei:
Grundsätzlich, mit vielen Varianten, gibt es zwei Arten von Vermittlern:

1. Die einen lassen den Vermieter für das Einstellen einer Anzeige eine feste Gebühr entrichten, meist für ein Jahr. Der Interessent wendet sich direkt an einen oder mehrere Ferienhausbesitzer und kann mit Ihnen Modalitäten absprechen.
2. Die andern bitten nur zur Kasse, indem Sie einen Prozentsatz der Miete verlangen, sobald ein Interessent über sie bucht. Familiennamen und Anschrift von Vermieter und Mieter werden dem Partner nur nach der Buchung mitgeteilt. In dieser Gruppe kann der unterschiedlich hohe "Gebührensatz" sowohl vom Vermieter wie vom Mieter als auch von beiden verlangt werden.
Die meisten Vermieter inserieren in mehreren Portalen.

Heute hatte ich z.B. folgende Gegebenheit: Ein Ehepaar fragte über ein Portal an, das für sich Prozentsätze bei Buchungen verlangt. Ich antwortete.
Das Ehepaar hatte aber noch Zusatzfragen. Ich hatte schon die Antwort aufgesetzt, da merkte ich, dass ich sie nicht abschicken konnte. Anscheinend beschränkt das Portal die Konversion auf nur eine Antwort. So muss ich denn die Interessenten im Unklaren lassen, denn deren Namen und Anschrift kenne ich nicht. (Nachtrag vom 31.08.: Im Nachhinein stellte sich heraus, dass meine Mail doch angkommen war. Jedoch hatte das System des Portals nicht auf das Absenden reagiert und auch keine Bestätigung gesendet.)

Mein Vorschlag: Wenn Sie Ihr Lieblingsobjekt gefunden haben, suchen Sie dieses auch einmal in einem anderen Portal. Haben Sie es gefunden, werden Sie feststellen, dass der von Ihnen zu zahlende Endpreis recht unterschiedlich sein kann. Je nachdem welche Finanzierungsart ein Portal wählt.
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Re: Abzocke bei Ferienhausportalen

Beitrag von hjh » 04.09.2016, 18:32

Ich selbst biete mein Ferienhaus in verschiedenen Ferienhausportalen an. So habe ich heute bei einem sehr großen Portal, in dem ich schon lange inseriere, einen Wochenmietpreis von 440 € eingegeben. Angeboten wird es dann vom Portal für 605 € pro Woche. Von diesem Aufschlag sehe ich natürlich keinen Cent. Das Portal gibt ganz offen zu, mit den Gebühren wolle es auch eine bessere Markposition erreichen.
Ich habe daraufhin heute einmal unter www.testberichte.de Meinungen über Ferienhausportale nachgeschlagen. Die Beurteilungen sind meist erschreckend. Mein obiges Portal hat 94 Beurteilungen von Kunden. 87 Kunden haben nur 1 Punkt = mangelhaft vergeben, nur 7 haben es besser beurteilt.
Meine persönliche Konsequenz können Sie sich denken. Schade, dass viele Unorientierte auf das Portalverhalten hereinfallen.
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Re: Abzocke bei Ferienhausportalen

Beitrag von hjh » 14.09.2016, 10:15

Die größten mir bekannten Portale für Ferienhäuser sind fewo-direkt und AirBnB, wobei letzteres auch Privatzimmer listet. In der Regel gehören beide Unternehmen zu denjenigen, die auf den Preis des Vermieters ihre „Servicegebühren“ aufschlagen. Also bitte vergleichen!
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Zahl der Ferienhäuser aufzulisten, die nach den Angaben der Portale auf den einzelnen Azoreninseln von diesen angeboten werden. Stimmig sind diese Zahlen nicht. Bei AirBnB beträgt die Gesamtzahl 306, wobei alleine 306 São Miguel haben soll. Bei fewo-direkt divergiert die Gesamtzahl um rund 60 Häuser.
Wenn man überlegt, dass noch lange nicht alle Ferienhausbesitzer bei diesen Portalen inserieren, so schätze ich doch die Gesamtzahl der Azoren-Ferienhäuser auf über 1000.
hjh
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