Kein Wunsch, aber Fragen.

Was wir zukünftig ändern oder ergänzen sollen ...
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horta3

Kein Wunsch, aber Fragen.

Beitrag von horta3 » 14.04.2008, 18:00

Im Vergleich mit anderen Fachforen bin ich erstaunt, wie viele Mitglieder es hier gibt und wie wenig davon Gebrauch gemacht wird, die einzelnen Rubriken zu nutzen. Ab user 109 bis 388 scheine ich der Einzige zu sein, der Fragen oder Anregungen zu haben scheint. Weiß jemand Bescheid, wieso es dazu kommt?

acoriano
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Lesen ja, aber nix schreiben...

Beitrag von acoriano » 17.04.2008, 05:24

Hier ist es doch so, wie im wirklichen Leben. Der Mensch guckt neugierig und liest, aber sagt bzw. schreibt selbst nichts...
Es gibt gerade mal eine handvoll aktiver Nutzer, die auch regelmäßig Infos einstellen, der große Rest - Schweigen im Walde...
Man muss sich hier damit leider abfinden oder zum Portugal-Forum wechseln, wo es widerum viel zu viele Nutzer gibt...

Gruß
acoriano

klee
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Beitrag von klee » 22.04.2008, 18:45

Ich denke, es gibt eben doch recht wenige, die sich wirklich für die Azoren interessieren oder sich mit ihnen befassen. Zumindest im Vergleich zu Portugal oder anderen Orten, wo es Massentourismus gibt. Die Zahl der aktiven Nutzer spiegelt m.E. die Gegebenheiten auf den Azoren wider. Wann trifft man da schon mal jemanden auf einer Wanderung oder bei einer Fahrt durch die Landschaften? Selbst letztes Jahr im Juli (eigentlich Hochsaison) waren wir größtenteils allein unterwegs - sogar auf Sao Miguel ...
Neulich habe ich gehört, dass 8000 Deutsche auf La Palma leben (ich weiß nicht genau wie groß die Insel ist). Auf Graciosa leben 8 Deutsche.
Wenn ich Fotos von den Azoren zeige, dann heißt es oft "Och ihr Armen, da hattet ihr aber schlechtes Wetter." nur weil da ein paar Wolken zu sehen sind oder die übliche Wolkendecke um eine Caldeira herum.
Insgesamt gesehen ist das alles nur gut so - ein bisschen Tourismus schadet den Inseln sicher nicht, aber die Massen werden dort bestimmt nie einfallen - hoffe ich zumindest. Eure Meinungen dazu würden mich sehr interessieren...
Leider kann ich zum Thema Häuserbau und Renovierung nichts beitragen - obwohl ich in dem Bereich auch eifrig mitlese und "nur träume".
Grüße, Elke

horta3

Beitrag von horta3 » 22.04.2008, 19:42

Die Azoren eignen sich eben nicht so gut, um Germanen zu rösten und im Rudel Sangria aus der Waschschüssel zu sabbern, und Wiener Schnitzel wird auch nicht so oft wie auf dem Ballermann (Mallijorka) angeboten. Jedenfalls war im letzten Winter nach meiner Aufzeichnung die niedrigste Tageshöchsttemperatur 15°C, was etwa 10°C Differenz im Schnitt zu Deutschland sein dürften. Außerdem ist es auch um den Jahreswechsel herum über eine Stunde heller als bei uns. Alleine die hohe Luftfeuchtigkeit dürfte in der Winterzeit den Aufenthalt im Freien etwas beeinträchtigen. Ein Indikator, dass es klimatisch im Großen und Ganzen verträglich ist, sind mir die vielen Kühe, die sich m.E. auf den grünen Wiesen hier recht wohl fühlen. Oft habe ich Vergleiche zu Irland angestellt.

klee
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Beitrag von klee » 23.04.2008, 06:27

Wo Du gerade den Ballermann erwähnst...
Auf Flores - der Insel, die nun wirklich am unwahrscheinlichsten von Massentourismus heimgesucht werden wird - habe ich einmal ein deutsches Paar getroffen. Die nannten das Restaurant am Hafen von Faja Grande, welches damals noch "Balneario" (o.Ä.) hieß, auch Ballermann. Wir sehen - auch auf den Azoren muss der Deutsche mit etwas Phantasie auf nichts verzichten ;-)
Sich zudröhnen kann man bestimmt auf den zahlreichen Festas (auch wenn ich es nie versucht habe) und Fleisch gibt es auch genug, warum nicht mal paniert ... (ich mag es eh nicht paniert).
Eine der ersten Aussagen, die mich auf die Azoren aufmerksam machten, war: "Wie Irland, nur 10 Grad wärmer." Stimmt zwar, was das Klima betrifft, ist aber dann doch ganz anders.

acoriano
Beiträge: 45
Registriert: 12.08.2007, 09:23

Unbekanntes Paradies, das noch viele freie Plätze hat

Beitrag von acoriano » 23.04.2008, 10:28

Die Azoren sind ein seit gut 50 Jahren stark entvölkertes Gebiet. Die Menschen sind nach Nordamerika abgewandert, um der Arbeitslosigkeit oder kleineren Naturkatastrophen zu entfliehen. In den U.S.A leben über 1.000.000 (!) Azoreaner, auf den 9 Inseln gerade mal 245.000 (!!!). Dieser Umstand prädestiniert die Azoren zum Einwanderungsland. Wer also ein nicht übervölkertes Paradies sucht, ist hier goldrichtig...
Letztes Jahr lernte ich meinen mariensischen Nachbarn kennen: John (eigentl. Joao) aus Toronto: er lebt seit über 40 Jahren in Kanada und besucht seine Heimat jedes Jahr für einige Wochen, aber ganz zurückkehren will er auf keinen Fall, obwohl er noch zwei Häuser (!) auf der Insel besitzt...
Fast zwangsläufig. dass in diese "Lücken" nun Einwanderer aus Westeuropa stoßen. Das ist halt Globalisierung zum eigenen Vorteil, oder nicht?
Und das Allerwichtigste: dieses Paradies ist noch weitgehend unbekannt, vom Massentourismus total unbehelligt. Ballermänner und Prolos kommen sowieso nicht vorbei, dafür sind schon allein die Flüge viel zu teuer...
Als ich vorletztes Jahr auf dem heimischen Flughafen wartete, gingen Deutsche an unserem Schalter vorbei laut fragend: "Wo ist Ponta Delgada?" Das sagt doch alles! Und es ist gut so!

eregente
Beiträge: 3
Registriert: 12.08.2012, 14:42

Re: Kein Wunsch, aber Fragen.

Beitrag von eregente » 29.08.2012, 19:06

Echt cool.

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