Inselindianer hat geschrieben:Na ja, man kann sich das Wetter natürlich auch schönsaufen.
Von Alkohol war nie die Rede, ich meinte eher so was wie die gute, frische Land- und Seeluft oder Zucker (Stichwort: port. Nachspeisen).
Inselindianer hat geschrieben:Wo Du im Januar Windstille erfahren konntest, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich im Pensionszimmer...?
Tja, tatsächlich haben wir in manchen Räumen KEINE Windstille erfahren, unter anderem auch, weil in den Restaurantes auch bei 10°C noch die Türen offen stehen. Wenn irgendwas nicht so schön war, dann waren es die Temperaturen in Kombination mit der Luftfeuchtigkeit und nicht etwa Wind oder Regen.
Aber im VERGLEICH zu der Weihnachtswoche auf Graciosa war es Anfang Januar auf Pico manchmal eher wenig windig. Subjektiv relativ.
31.12. Landung möglich, abends sind Fischerboote auf dem Meer unterwegs, sprich: kaum Wellen
1.1. Wanderung zur Ponta da Ilha machbar (im T-Shirt! und ohne von der Gischt ins Meer gerissen zu werden) Und das war der Tag, an dem auf Sao Jorge die Nordküste von der Brandung überrollt wurde. Pico hat Glück, diese Insel davor zu haben.
2.1. Sonne, blauer Himmel an der Ostküste. Hochland in Wolken, an manchen Stellen mit Jet-Effekt weht es uns fast weg, an windgeschützten nicht. Keine Boote unterwegs bei Lajes.
3.1. Sonne, blauer Himmel an der Südküste. Unterm Pico kurzer, heftiger Hagelschauer, Mordsbrandung und Wellen, Regenbögen ohne Ende und natürlich auch Wind, aber kein Sturm. 1 Stunde T-Shirt-Wetter.
4.1. Trübe, regnerisch, trockene Abschnitte. Der Pico ab und zu sogar zu sehen.
5.1. Morgens dichter Nebel an der Nordostküste. Im Hochland dafür aber Traumwetter, blauer Himmel, wenig Wind und - oh, Wunder - T-Shirt-Wetter. Pico mit Hut => es zieht ein wenig zu bis abends, aber kein Regen.
6.1. Wieder Sonne und blauer Himmel an der Ostküste (17°), von Lajes aus der Pico komplett frei und klar zu sehen. Ein paar Mutige fahren mit ihren kleinen Segelbooten herum. Natürlich gibt es Wind, aber keinen Sturm.
7.1. Abflug möglich, kein Sturm
Der Vollständigkeit halber: Auf Graciosa hatten wir an fast allen Tagen viel Wind bis hin zu Sturm und auf Sao Jorge war es ziemlich kalt - es gab sogar Gewitter, Hagel und Schnee (im Hochland) - und Sonne und Regenbögen. Es hat aber meist nur nachts heftig geregnet.
Ich habe auch die letzten Monate verfolgt und mir ist schon klar, dass auf Terceira und Sao Miguel Leute bei Erdrutschen umgekommen sind, Straßen unpassierbar waren, viele Sturmschäden entstanden sind etc. etc. Der 8.1. auf Sao Miguel hat uns durchaus gezeigt, wie es sein kann. Da schossen braune Sturzbäche die Straßen runter ...
Ich frag mich nur immer, was das Reden/Schreiben übers Wetter/Klima bringen soll. Auswanderer und Touristen abschrecken? Meinetwegen. Bei zweiteren reicht aber meist schon, das Wort Regen in den Mund zu nehmen.
N'Abend, klee