Multibancoismus
Verfasst: 18.02.2012, 19:42
In meiner deutschen Heimat muss ich von meinem Haus bis zum nächsten Bankautomaten 6 km fahren. Auf den Azoren aber gibt es die „Multibanco"-Automaten in jedem Dorf, fast an jedem Supermarkt, in der Stadt an allen Ecken. In Deutschland brauche ich ihn, um mir Bargeld zu ziehen, auf den Azoren wickele ich an ihm meine Bankgeschäfte ab. Sie zählen zu den funktionsreichsten in Europa. Am Multibanco-Automaten kann der Portugiese Überweisungen tätigen, seine Handykarte aufladen, seine Steuern bezahlen und vieles andere.
Dafür unterscheidet sich das Bankgeschäft und das Online-Banking aber auch sehr von dem unseren. Haben Sie schon einmal einen portugiesischen Überweisungsvordruck gesehen? Ich nicht; ich glaube auch nicht, dass es ihn gibt, auch nicht online.
Vielmehr muss ich mich recht mühsam auf dem Bildschirm „vortasten“, was ich eigentlich will: Ein Beispiel: Ich muss eine Sozialversicherung bezahlen. Also klicke ich „Bezahlungen“ an, Dann kann ich wählen zwischen Zahlungen an den Staat und an die Sozialversicherung. Ist es die Sozialversicherung, habe ich wiederum vier verschiedene Klickmöglichkeiten. Dann muss ich auf jeden Fall meine Steuernummer eintippen. In der Regel wird mir dann auch der Betrag angezeigt, den ich zu zahlen habe. Gewöhnungsbedürftig.
Da aber noch lange nicht jeder Azorianer einen PC mit Internet hat, begibt er sich oft zur Einzahlung ins Postamt, zum Finanzamt usw. Man zieht eine Wartenummer, muss aber dazu auch den Zweck seines Besuchs drücken. Man nimmt in einer großen Halle mit vielen anderen Platz und wartet und wartet, bis die eigene Nummer aufgerufen wird. Jetzt kann man sein Geld loswerden.
Lieber Tourist, brauchst du einmal Bargeld, gehe zum Bankomat in der Stadt. Der spricht in aller Regel auch Deutsch. Diejenigen auf dem Lande haben dies noch nicht gelernt. Und wenn du gar 200 Euro, den Höchstbetrag, abheben willst, erhältst du oft lauter kleine Scheine, keine Fünfziger. Denn der arme Azorianer begnügt sich oft mit dem Abheben sehr kleiner Summen. Dafür aber kannst du in praktisch jedem Laden mit deiner EC– oder Kreditkarte bezahlen.
hjh
Dafür unterscheidet sich das Bankgeschäft und das Online-Banking aber auch sehr von dem unseren. Haben Sie schon einmal einen portugiesischen Überweisungsvordruck gesehen? Ich nicht; ich glaube auch nicht, dass es ihn gibt, auch nicht online.
Vielmehr muss ich mich recht mühsam auf dem Bildschirm „vortasten“, was ich eigentlich will: Ein Beispiel: Ich muss eine Sozialversicherung bezahlen. Also klicke ich „Bezahlungen“ an, Dann kann ich wählen zwischen Zahlungen an den Staat und an die Sozialversicherung. Ist es die Sozialversicherung, habe ich wiederum vier verschiedene Klickmöglichkeiten. Dann muss ich auf jeden Fall meine Steuernummer eintippen. In der Regel wird mir dann auch der Betrag angezeigt, den ich zu zahlen habe. Gewöhnungsbedürftig.
Da aber noch lange nicht jeder Azorianer einen PC mit Internet hat, begibt er sich oft zur Einzahlung ins Postamt, zum Finanzamt usw. Man zieht eine Wartenummer, muss aber dazu auch den Zweck seines Besuchs drücken. Man nimmt in einer großen Halle mit vielen anderen Platz und wartet und wartet, bis die eigene Nummer aufgerufen wird. Jetzt kann man sein Geld loswerden.
Lieber Tourist, brauchst du einmal Bargeld, gehe zum Bankomat in der Stadt. Der spricht in aller Regel auch Deutsch. Diejenigen auf dem Lande haben dies noch nicht gelernt. Und wenn du gar 200 Euro, den Höchstbetrag, abheben willst, erhältst du oft lauter kleine Scheine, keine Fünfziger. Denn der arme Azorianer begnügt sich oft mit dem Abheben sehr kleiner Summen. Dafür aber kannst du in praktisch jedem Laden mit deiner EC– oder Kreditkarte bezahlen.
hjh