Irgendwie habe ich den Eindruck, alle bisher bewährten Werkzeuge sind stumpf geworden. Mir fällt dazu der Vergleich zum "Rattenfänger zu Hameln" ein. Alles reden und jammern hat keine Wirkung. Der Rattenfänger zieht mit seiner Beute von dannen.
Ob die "ältere" Generation "extrem mißtrauisch" ist, wage ich zu bezweifeln. Es sind immer nur wenige Einzelne die mißtrauisch sind. Aber es werden täglich mehr, dafür sorgen unsere Po-litiker.
Wir sind in einer Zeit angekommen, wo alle Ökonomie-Schulbuch-Maßnahmen mehr und mehr versagen. Werfen wir z.B. ständig Geld ins Spiel (Politik der niedrigen Zinsen) funktioniert das eine kurze Zeit, um sich dann absehbar ins Gegenteil zu verkehren. Die Summen werden permanent utopischer.
Ziehen wir Geld aus dem Spiel (Sparprogramme), würgen wir den Motor ab.
Fakt aber ist: das Spiel ist aus, da es ja nur ein globales Pyramidenspiel ist. Wann und wie ein "Neustart" erfolgt weiß niemand. Was sich jetzt abspielt ist eine hoffnunglose Tragik-Komödie von Laiendarstellern, die den Zuschauern immer weniger gefällt.
Währungen die gestützt werden müssen, haben sich nicht be-währt, sind also keine. Die Ami´s hantieren da mit anderen Möglichkeiten. Sind gerissener und skrupelloser.
Der Euro ist nur noch mit einer politischen Union zu halten (eiserne Hand). Ich denke das war von Anfang an der Plan (sehr konspirativ, gell), die Nationalstaaten zurückzudrängen und abzubauen und nichtgewählte, konzerngesteuerte Kommisionen einzusetzen. Ein Freiland-Versuch. Wer die Veröffentlichungen versch. Thinktanks (BCG, CoR, ...) auch nur ansatzweise kennt und deren Umsetzung in der Realität nach und nach beobachtet, kommt um diesen Schluß nicht herum.
In der griechischen Demokratie war es tatsächlich so, daß die Stimmen nach bezahltem Geld bewertet wurden. Das waren aber Stadtstaaten (polis), die mit unseren heutigen Staaten kaum vergleichbar sind.Ze hat geschrieben:Wählen darf nur wer Steuern zahlt, eine tolle Idee. Damit würde man fast die gesamte Oberschicht in Deutschland von den Wahlen ausschließen.
(Die "Bürger" waren übrigens bewaffnete "Freie", die die Demokratie verteidigen konnten, wenn es sein mußte. Heute sind die Bürger entwaffnet und zu Bürgen degradiert
Aber @Ze im Umkehrschluß vielleicht doch eine gute Idee. Die Reichen würden sich möglicherweise darum reißen Steuern zu zahlen, damit sie eine gewichtige Stimme hätten.
Noch was aktuelles:
Nachdem Portugal in der laufenden Krise gerne als Musterschüler des Sparens herumgereicht wird, (war nicht Irland mal der Muster-Wachstumsschüler?
Schönes Wochenende und kalte Grüße (2 Grad, bedeckt,Herber Rückschlag: Sparpaket in Portugal ist teils verfassungswidrig
Das Verfassungsgericht erklärte am Freitag Teile des Sparpakets in Portugal für unzulässig.
Vier von neun Maßnahmen aus dem Haushaltsentwurf sind dem Urteil zufolge verfassungswidrig, unter anderem die Senkung der Arbeitslosenhilfe und Abstriche beim Urlaubsgeld für Beamte.
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http://www.format.at/articles/1314/931/ ... t-portugal
http://internacional.elpais.com/interna ... 17155.html
Wolfgang
