Hallo,
mein Eintrag oben hatte mich motiviert das empfohlene Buch: „Wir sollten mal darüber reden“ nach Jahren wieder zu lesen.
Es ist keine Auseinandersetzung mit der Zeit der Nelkenrevolution, wie ich behauptet habe, sondern eher mit der heutigen Sinnkrise der „Alt-74`er“.
Ungemein witzig und geistreich in der ersten Hälfte, lässt es zum Ende hin doch immer mehr nach. Lesenswert ist es aber auf alle Fälle.
Hier mal eine kleine Leseprobe:
„Zwischen den Büchern eines anderen Regals, das geschickt, in einer kunsthandwerklichen und in Vergessenheit geratenen Technik, aus Ziegelsteinen und Bohlen gebaut wurde, lächelte eine etwas eigenartig aussehende Leninbüste hervor, dicker als gewöhnlich, weil in China gefertigt.“
Dieser Satz ist typisch für das Buch. Die deutsche Regel „Einen Satz mit mehr als 8 Wörtern versteht keiner mehr“, hat sich (glücklicherweise) noch nicht nach Portugal herumgesprochen. Bandwurmsätze sind die Regel in allen, alten und neuen, portugiesischen Büchern.
Drei weitere Bücher für jemanden der bereit ist ein Buch zu lesen, nur weil es etwas mit den Azoren zu tun hat, habe ich bei mir noch gefunden:
„Nachtstop auf den Azoren“ von David Beaty. So grottenschlecht, dass es schon wieder lustig ist.
„Die Frau von Porto Pim“ von Antonio Tabucchi. Könnte überall spielen, eigentlich hat nur der Titel etwas mit den Azoren zu tun. Ansonsten ist Tabucchi ein guter Schriftseller.
„Vulkanische Reise“ von Ralph Roger Glöckler. Der Mann ist ein echter Azorenkenner und das Buch beinhaltet interessante Beschreibungen der Azoren. MRR hätte aber wohl kein gutes Haar an dem Buch gelassen.
Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß bei der Lektüre,
mit lieben Grüßen
Ze