Kartenmaterial

Bücher und Publikationen aller Art über die Azoren.
bernd
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Kartenmaterial

Beitrag von bernd » 15.02.2009, 16:56

Hallo Azoren-Profis,
wie sieht es aus mit dem Erwerb von detaillierten Kartenmaterial für Auto & Wandern?
Ich stelle mir das so vor, dass man im Flughafenterminal einen gut bestückten Info-Stand besucht, der uns mit reichhaltigen Informationen ausstattet.
Von Interesse wäre Flores und Pico. (Die anderen Inseln sind später dran ...).
Da ich mich gern vorab informieren würde - besteht die Möglichkeit einer Online-Bestellung?
Können uns Azorianer hier mit Tipps füttern?

Frage am Rande: warum schickt Ihr uns keine Azoren-Hochs mehr rüber - hier ist es saukalt!

Beste Grüsse Bernd

klee
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Beitrag von klee » 16.02.2009, 07:31

Hallo Bernd,

hier gibt es schon detaillierte Infos dazu:
http://forum.azoren-online.com/viewtopic.php?t=90

Den "gut bestückten" Infostand gibt es auf Sao Miguel und nur für Sao Miguel, aber auf Flores sicher nicht.

Man kann sich aber auf einer Website zumindest über die offiziellen Wanderungen informieren und die Faltblätter, die man sonst mit Glück auf den Azoren bekommt, ausdrucken:
http://www.trails-azores.com/

Ein neuer Wanderführer und eine gute Wanderkarte stehen noch aus. :wink:

LG
klee

P.S.: Weil das Azorenhoch nicht von den Azoren kommt. :shock:

Nando
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Beitrag von Nando » 16.02.2009, 15:11

Hallo Klee,

vor 40 Jahren haben mir meine Eltern die Wahrheit über den Nikolaus, das Christkind und den Osterhasen erzählt, einige Jahre später : die Sache mit den Schmetterlingen !
Und jetzt kommst du und behauptest, das Azorenhoch käme nicht von den Azoren !!! :lol:
Nachdem ich jetzt stundenlang aus den Augen geschwitzt habe, hat mich Wikipedia wieder aufgemunter: "Das Azorenhoch ist ein als Aktionszentrum wirksames Hochdruckgebiet, das sich im Bereich der Azoren im Nordatlantik ausbildet und eine entscheidende Rolle für das Wetter Mitteleuropas spielt."
Und nun ?

Liebe Grüsse
Nando

klee
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Beitrag von klee » 16.02.2009, 16:11

Hallo Nando,

hier ein Ausschnitt aus einer anderen maßgeblichen Informationsquelle:
http://azoren-online.com/azoren/informationen/klima/
Das Azorenhoch ist zusammen mit dem Islandtief längst fest im Wortschatz der Mitteleuropär verankert, sind beide doch wetterbestimmend für Europa. Das Azorenhoch sorgt für anhaltend stabiles, schönes Wetter in Mitteleuropa. Heiße trockene Luft aus den Tropen ist dafür ursächlich. Sie steigt am Äquator auf und treibt nach Norden. Man spricht hier vom Antipassat. Durch die Abkühlung sinkt sie auf Höhe der Azoren wieder ab und gelangt in Bodennähe als Passat wieder zurück. Das bei dieser Luftzirkulation entstehende Hochdruckgebiet hat man mangels geografischer Alternativen nach dem Archipel benannt. Es hat keinen direkten Einfluss auf die Inseln selbst.


Es entsteht also irgendwo auf der Höhe der Azoren und der nächstgelegene geographische Punkt sind die Azoren. Was aber nicht heißt, dass da nicht einige Kilometerchen dazwischen liegen können...

Jedenfalls können die Einwohner der Azoren nix dafür, wenn bei uns "schlechtes" Wetter ist :wink:

Schöne Grüße
klee

bernd
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Beitrag von bernd » 16.02.2009, 17:17

Erst mal vielen Dank für die Tipps. Das Kartenmaterial in www.igeoe.pt ist das was man braucht. Sollte man mit dem Mietwagen in einem Kratersee landen, kann man damit detailliert seinen Unfall-Standort bekanntgeben. Das beruhigt schon!
Die Resonanz auf meine Azorenhoch-Bemerkung ist schon bemerkenswert. Also ist das Azorenhoch ein Etikettenschwindel. Hier ist nicht das drin, was die Verpackung verspricht. Man denke nur an "Wiener Würstchen" oder "Krakauer".
Die Azorianer sollten den Begriff Azorenhoch lizenzieren lassen. Sonst wird der Begriff mißbraucht. Da könnte ja jeder kommen, und sagen, sein Hoch ist ein Azorenhoch.
Aber im Ernst - eigentlich ist das doch ein positiver Marketing-Effekt. Jeder würde sicher, hätte er die Wahl, lieber zum Azorenhoch als zum Islandtief in Urlaub fahren.
Da hätte ich schon die nächste Frage an die Azorianer: warum sind die Azoren der Teil Europas, der touristisch am geringsten vermarktet wird?
Aus meiner Sicht - und nach der Lektüre dieses Forums - völlig zu unrecht!

Grüsse von Bernd

klee
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Beitrag von klee » 16.02.2009, 17:33

Hallo Bernd,

die Azoren werden schon vermarktet und zwar mit steigender Tendenz. Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber solange es auf den Azoren auch mal ab und zu regnet, wird das wohl nie eine Hochburg für Massentourismus werden. Zum Glück!

Ein wichtiges Problem sind aber auch die Flüge: zu teuer, zu kompliziert, zu wenig. Ich beklage mich nicht darüber... ;-)

LG klee

P.S.: die Mietwagenfirmen geben auch kleine Inselkarten mit auf dem Weg, die reichen meist aus... - und Off-Road sollst Du eh nicht fahren :twisted:

bernd
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Beitrag von bernd » 04.03.2009, 17:47

hallo klee,
kurzes feedback zum Kartenmaterial.
Der tipp www.igeoe.pt war super. Kontakt per mail auf englisch, sofortige Antwort mit Preis und Bankverbindung (militärisch korrekt!), 10 Tage später waren die Karten da: detaillierte Angaben (Legende in portugisisch) wie Ortschaften, Strassen, Wege, Höhenangaben etc. - alles da, jede Karte in regensicherer Klarsichttasche.
Damit ist das Problem vom Tisch - also vielen Dank nochmals!

Bernd

klee
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Beitrag von klee » 04.03.2009, 17:50

hallo bernd,

gerne doch. ich freu mich auch immer über positives feedback :D

grüsse, klee

Dieter Gosdzinsky
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Vermarkten ?

Beitrag von Dieter Gosdzinsky » 13.03.2009, 21:27

Guten Abend,
nach einiger Zeit der Enthaltsamkeit habe ich einen Blick in Eure schöne Runde geworfen und den Betrag vom Bernd gelesen und die Antwort vom Klee.
Ich habe ja schon mal einen Thread kontavers angeleiert, mach das noch einmal, auch wenn ich mir Euern Zorn zuziehe.

Also vermarkten hat irgendwie was mit Markt zu tun, den mußt Du erst mal finden und dann kannst Du vermarkten. Dabei mußt Du aber dann auch ehrlich zu den Fakten der Ware erkennen.

Ich bin mit den Schlußfolgerungen über die Günde der vergleichweise zögerlichen touristischen Aktivitäten nicht konform. Andere Reiseziele sind weiter weg, erfordern mehr Strapazen bei der Anreise, mehr Kosten für die Passagen, und sind trotzdem jahraus-jahrein die Renner im Tourismusgeschäft. Ich möchte mich jedenfalls nicht 16 Stunden in den Flieger zwängen, um in der Dominikanischen Republik 3 Wochen All Inclusiv zu erfahren.
Aber ganz konkret: Die Kanaren, mittel weit weg, landschaftlich ein Horror, touristisch voll erschlossen, ganzjährig voll im Geschäft. Was finden Marlies Kowalski und Paule Müller auf Gran Canaria vor, wenn Sie aus der Maschine steigen ? Deutsche Hinweisschilder, (dann Spanisch und dann Englisch) perfekten Transferservice, exelenten Hotelstandart, Essen und Trinken wie zu Hause, beste Infrastrukturen, kilometerlange Sandstrände und Dünen und jetzt kommts, 21Tage lang superblauen Himmel, warmes Meerwasser und Tag und Nacht laue Temperaturen, all das recht preiswert.
Gefällt Euch nicht ? Mir auch nicht, aber darauf kommts nicht an, es verkauft sich hervorragend.
So, und was finden die beiden auf den Azoren? Kennen wir, muß ich nicht aufzählen, vom Wetter reden wir am besten gar nicht, ein Blick in die Statistik reicht aus.

Schon der Tourismus auf Madeira, der Insel, die man vielleicht am ehesten mit den Azoren etwas vergleichen kann, ist ein Sonderfall, Bildungspublikum mit ganz speziellen kulturellen Interessen, alle mit Regenklamotten, das macht denen nichts aus, wenn sie durch die Levadas pilgern. Nur, davon gibt es nicht genug, um darauf für die ausgedehnten Azoren einen Markt aufzubauen, das reicht grade mal für das kleine Madeira. Und dann fehlt den Azoren natürlich auch das von den Briten hinterlassene kulturelle Erbe.

Ich glaube einfach, daß die Azoren für viel mehr Tourismus nicht zu erschliessen sind, sie können den -breiten- Massen nicht das anbieten, wofür die bereit wären, ihre Euros auszugeben, und ohne Masse läuft heute kein Geschäft mehr. Auf den Falklands ist ja auch kein Masentourismus.

Ist ja auch gut so, da können die, die es so mögen, ihre Inseln der Glückseligkeit weiter ohne Animateure und Ballermann geniessen.

Ich zieh schon mal den Kopf ein und wünsche ein schönes Wochenende.

Dieter

klee
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Beitrag von klee » 14.03.2009, 07:33

Hallo Dieter,

siehste, genau das ist das Problem.

Ich sage, es regnet "ab und zu" und schon stellst Du es so dar, als müsste man da ganzjährig in Regenklamotten rumlaufen.

Wie gut, dass es jetzt eine Kampagne zur "Entmystifizierung des Azorenwetters" geben soll. Auf den Azoren herrscht ein ganzjährig mildes Klima, genau wie auf den Kanaren oder Madeira. Ich habe auf Teneriffa schon einen komplett verregneten Tag erlebt, nicht aber auf den Azoren.

Und selbstverständlich gibt es auf den Azoren auch von Briten hinterlassenes Kulturerbe. Es ist nur nicht so eine große Sache.

Aber ich hab mich ja nicht beschwert ;-)

Schöne Grüße
klee

Dieter Gosdzinsky
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Kartenmaterial

Beitrag von Dieter Gosdzinsky » 15.03.2009, 09:47

Gutem Morgen Klee, ich hoffe, Ihr seid aus den Federn, ist ja noch früh bei Euch.

Zuerst mal zum Urthema Kartenmaterial: Die beste Information haben wir über das Portugisische Fremdenverkehrsbüro in Frankfurt / De und auch über Madrid /Es bekommen, sehr ausführlich, sehr kompetent. Das Büro in Ponta Delgada muß man nicht heimsuchen, unfreundlich, uninterssiertes Personal, schlunzig und schlecht sortiert mit wenig Material. Wie es auf anderen Insel ist, weiß ich nicht.

Dann Dein Kommentar, hab ich so erwartet, eigentlich heftiger.

[i]Ich sage, es regnet "ab und zu" und schon stellst Du es so dar, als müsste man da ganzjährig in Regenklamotten rumlaufen.
[/i]

Hab ich so nicht gaschrieben, das interprätierst Du da rein, aber Du hast recht, die Leute denken das, und das ist das Problem.

[i]Wie gut, dass es jetzt eine Kampagne zur "Entmystifizierung des Azorenwetters" geben soll. Auf den Azoren herrscht ein ganzjährig mildes Klima, genau wie auf den Kanaren oder Madeira. I
[/i]

Also das kannst Du nicht vergleichen. Auf Madeira mußt Du schon damit rechen, daß Du rums-bumms einen Schauer abbekommst. Von Funchal aus kannst Du morgens zu festen Zeiten aus dem Golfstrom die Wolken aufsteigen sehen und wenn Du dann gerade etwas höher bist, da wo die Wanderwege zu den Levadas losgehn, mußt Du schon eine Regenjacke dabei haben. Nicht umsonst hast Du Wasserfälle an allen Ecken und Enden, keine Rinnsale, richtige, gewaltige Wassermengen.


i[i]ch habe auf Teneriffa schon einen komplett verregneten Tag erlebt, nicht aber auf den Azoren.
[/i]

Ja klar, das glaub ich Dir, aber das wissen die potentiellen Frühbucher natürlich nicht. - Marketing!!!!
Aber in der Regel ist es schon sensationell stabil.

[i]Und selbstverständlich gibt es auf den Azoren auch von Briten hinterlassenes Kulturerbe. Es ist nur nicht so eine große Sache.
[/i]

Wieder Marketing: Was glaubst Du, was der Chopin den Mallorquinern und den Madeirensern die verschieden Prinzen, Politker, Weinfabrikanten und sonstigen Promineten heute noch an Bruttosozialprodukt erwirtschaften, ohne daß sie dafür irgenwelche Lizenz-Zahlungen zu leisten haben. Ich war vor 2 Wochen in Valldemossa, das sieht aus wie Disneyland, picobello sauber, mit Straßencafes, Andenkenläden, Chopin und Kartheuse an allen Ecken und Enden, so wie sich der Urlauber das wünscht und knackevoll von Tagestouristen mit weit geöffneten Geldbörsen. Da kommt Freude auf.

[i]Aber ich hab mich ja nicht beschwert Wink
[/i]

Du bist ja auch keine breite Masse, sonst würdest Du nicht zufrieden auf Deinem Eilan hucken.

Machs gut, ein schönes Jahr, freut mich, Dich mal wieder gelesen zu haben.

Dieter
:D

Ze
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Beitrag von Ze » 16.03.2009, 09:15

Hallo Dieter,
freu mich auch von Dir zu hören.
Das Wetter kann auf den Azoren wirklich sehr stabil sein. Die letzten drei Monate hat es praktisch jeden Tag geregnet. Und viele Tage davon ohne Pause. Die Temperaturen haben die 16 Grad Marke öfter nach unten, denn nach oben verlassen. Wer versehentlich in dieser Zeit dort Urlaub gemacht hat, wird bestimmt nicht zum Reklameträger.

Massentourismus braucht große Investitionen. Und die werden nicht gemacht wenn die Saison so kurz ist, denn dann amortisiert sich so eine Investition eben nicht.

Liebe Grüße
Ze

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Beitrag von klee » 16.03.2009, 11:24

Hallo Dieter, hallo Ze,

Dieter: isch 'abe gar keine Eiland :oops:

Was für eine Art von Kartenmaterial hast Du denn in Ffm bekommen? Autokarten, Wanderkarten, alle Inseln oder "nur" Sao Miguel?

Und Deine Beschreibung von Madeira kann man sehr wohl mit den Azoren vergleichen. Auch da "muss" man mit Schauern rechnen, das heißt aber nicht, dass man auch einen abgekommt. Das Schöne an den Azoren ist ja, dass es die "trockeneren" Inseln wie Graciosa oder Santa Maria gibt. Die sind nicht so hoch und daher nicht solche Wolkenfänger wie Madeira oder Sao Miguel/Sao Jorge/Flores. Gibt es auf Madeira eigentlich heiße Quellen? :idea:

Ze: also ich gucke fast jeden Tag auf die Webcams und ich hatte nicht den Eindruck, dass es überall 3 Monate durchgeregnet hat. Es schien sogar so zu sein, dass es zwischendurch sehr schöne Tage gab.

Aber wenn Du jemanden hier in D fragen würdest, würde der wohl auch sagen, es war die letzten 3 Monate ganz schrecklich kalt, ewiger Schnee etc. Und auch das wäre so nicht richtig - der Januar war nämlich viel zu trocken.

Also ich will ja keinen Massentourismus lostreten, nur wenn ich von Leuten/Freunden, die ohne mit der Wimper zu zucken Urlaub in Skandinavien, Schottland, Irland, Island, Bretagne machen, höre, dass sie das Wetter der Azoren schreckt, dann denke ich schon, da könnte man mal Licht ins Dunkel bringen.

Zu den berühmten Persönlichkeiten: Santa Maria ist angeblich nach dem Schiff des Kolumbus benannt, in Anjos steht sein Denkmal. 1879 ist ein gewisser Prinz Albert I von Monaco über eine Strickleiter in die riesige Caldeira-Höhle hinabgestiegen (wo wir wiederum 2008 einer Azoren-Persönlichkeit begegneten, was wir da aber noch nicht wussten und daher auch den Namen nicht kennen).

Und zur Bedeutung Hortas muss ich Dir, Ze, ja nichts sagen ...

Schöne Grüße
klee

Dieter Gosdzinsky
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Kartenmaterial aus Frankfurt und Madrid

Beitrag von Dieter Gosdzinsky » 16.03.2009, 20:54

Guten Abend Ihr beiden, schön von Dir zu hören Ze, warst Du fleißig im Winter ?
Kartenmaterial:
Wir wollten ja nur und waren auch nur auf San Miguel - von unserer Quasi-Notlandung auf Sant Maria mal abgesehen - und hatten unsere Absicht dem Büro in FFm per Mail mitgeteilt und bekamen- zugegeben - nach einiger längerer Zeit einen wirklich dicken Umschlag mit Karten, Prospekten, kleinen Heftchen, auch mit schönen Routen, komerziellen Anzeigenheften, also alles was der Mensch sich wünscht. Ich habe mir daraus dann auch den Autovermieter und die Hotels rausgesucht. Also, echte Straßenkarten, wie z.B. von Firestone, kannst Du ja wohl nicht erwarten, die bekommst Du in Ponta Delgade im Papierladen oder an Tankstellen sowieso, in Ponta Delgada bekommst man sowieso alles, muß sich ein bisschen umdrehen, es gibt ja auch ein riesiges Centro Comercial, glaub das hieß Atlantada ? Aus dem Heftchen habe ich doch auch die Engel mit den Schnurrbärten! :lol:

Mit dem Wetter sind wir von Thema abgekommen.
Ich wollte Dir Klee nur mal verklickern, daß, wenn man was verkaufen will (oder gewählt werden will), man in das potentielle Opfer hineinschlüpfen muß und und Sachen so sehn wie der das sieht und die Kunst ist nun dem beizubringen, ohne daß er es merkt, daß der das gar nicht so sieht, das das ganz anders ist. (Politikergeschwafel oder auch "Le Bon " Die Psychologie der Massen""). Eines meiner Lieblingsbücher.

Zum Wetter kann ich beitragen, daß wir, meine Alfa und ich quasi amphybisch sind, Wetter hat, wenn wir wegfahren auf den Verlauf überhaupt keinen Einfluß. Sonne und Hitze haben wir hier im Überfluß.

Wettermäßig haben wir allerding in diesem Winter einiges mitgemacht, Regen, Regen, Regen und Kälte und 2 * ein Höllensturm. Wir haben in Sant Antoni so einen Naturhafen, den Portus Magnus, in dem sich auch eine große Marina befindet, und vor 2 Monaten blies der Sturm dort so heftig hinein, von West, daß sich - ich habe das gezählt - 28 große Yachten, die nicht an den Liegeplätzen festgemacht waren, die in der Reede lagen, weit auf den Strand gespült wuren, zusätzliche 8 sind ganz untergegangen, alles in allem Totalschäden.
In Palma ist der Tampen, der die Barcelonafähre am Bug hielt, gerissen. Lief im TV, spektakulär. Das Schiff trieb dann etwas ab, auf der Gangway, die dadurch abriss, standen noch 4 Leute, die gingen dann baden.
Seit einer Woche ist es allerding frühlingshaft, man siehts an den Mädchen, es rutschen die Röcke über die Knie, die Schultern werden sichtbar, wie schön ist doch das Leben !

Ich wünsch Euch was, hoffentlich schaff ich es noch mal ins Archipel.

Dieter

Ze
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Beitrag von Ze » 17.03.2009, 13:12

Hallo Klee, Hallo Dieter,
ich habe eine Reihe von Bekannten auf den Azoren mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin. Von dort beziehe ich meine Wetterinformationen. Es ist wirklich ein verregnetes Frühjahr.
Auch war es eindeutig kälter als in den vergangenen Jahren.
Natürlich gab es auch schöne Tage, aber ein Kurzurlauber hätte sie nur mit viel Glück erwischt.
Als ich seinerzeit meinen Dachstuhl gebaut habe, wartete ich von Anfang November bis Weihnachten auf eine regenfreie Periode von 2-3 Tagen. Sie kam nicht und ich habe die Balken im Regen montiert. Erst als ich dann die Bretter darauf genagelt habe, hatte der Himmel endlich ein einsehen.
Es war kein typisches Jahr, aber so kann es halt gehen.

Außerdem ist es ein großer Unterschied ob ich dort lebe oder einen Hotelurlaub mache. Bei mir Zuhause empfinde ich das Wetter auch nie als „schlimm“. Das Haus ist warm und trocken, beschäftigt bin ich ohnehin immer, für die Gartenarbeit kann ich mir die trockeneren Perioden aussuchen, man hat Freunde und Unterhaltung.
Ein Tourist, der ein unbeheiztes, evtl. feuchtes Hotelzimmer hat, wird es anders wahrnehmen. Mit passender Kleidung kann man schon Wandern im Winter, aber was sieht man da? Die Gaststätten sind kalt und ungemütlich, Leute lernt man in 14 Tagen (je nach Veranlagung und Sprache) nicht unbedingt kennen.
Der Eindruck, den die Azoren zwischen Mai und Oktober machen, ist natürlich ein ganz Anderer. Und darum konzentriert sich der Tourismus eben auch auf diese Zeit. Genau das gleiche gilt ja auch für Schottland, Irland, Island, Bretagne etc. Im Winter fahren da auch nur ganz begeisterte Liebhaber hin.
Klassischer Tourismus will schönes Wetter. Investoren wollen möglichst eine ganzjährige Saison, damit sich das Kapital auch amortisiert. Darum bleiben eben Schottland und die Azoren von so etwas verschont, egal was sich die Marketingleute einfallen lassen.

Santa Maria hat seinen Namen übrigens nicht von Kolumbus, bzw. seinem Schiff. Der war damals in Portugal überhaupt nicht beliebt, man hätte kein Klohäuschen nach ihm benannt.

Mit lieben Grüßen
Ze

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