War man vor hundert Jahren auf den Azoren, so begegneten einem allenthalben schwarze Häuser, aus dunklem Basalt gefügte einfache Bauernhäuser, meist sogenannte „Janela-Porta-Janela“-Häuser, typische schlichteHäuschen mit Fenster, Türe, Fenster an der Straßenfront.
Dann kam die Zeit des Verputzens auf. Und die Zeit der Blocos-Häuser, gemauerte Bimssteinhäuser, die in aller Regel weiß gestrichen wurden. Oft aber färbten sich weiße Häuser im Laufe einiger Jahre rötlich bzw. rötlich gestreift, weil sich durch Feuchtigkeit Rotalgen an den Hauswänden bilden. Folge: Will man sein Haus pflegen, muss es alle paar Jahre neu gestrichen werden.
Doch die Zeit der weißen Dörfer ist vorbei. Die Azorianer haben die Farbe entdeckt. Immer mehr Straßenzüge erscheinen vielfarbig in den verschiedenen Tönungen ihrer Häuser. Die Azorendörfer werden zunehmend bunt, abwechslungsreich. Die Faschen werden geschmackvoll farblich abgesetzt, Lisenen hervorgehoben.
Mir gefällt das.
Was mir aber nicht gefällt: Nur sehr wenige Azorenhäuser zeigen Ansätze von Blumenschmuck.
hjh
Azorendörfer: Schwarz → Weiß → Bunt
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